Die Merseburger Zaubersprüche

Ein Lied und ein Rätsel

Nicht erst seit dem bekannten Lied der Mittelalter-Rockband In Extremo (oder auch Ougenweide) sind die Merseburger Zaubersprüche bekannt. Das Original war vorher vermutlich nur Eingeweihten bekannt.

Zwei Zauber zum Lösen und Heilen

Gefunden wurden sie in der Bibliothek des Domkapitel zu Merseburg. Erst im Jahr 1841 wurden sie vom Historiker Georg Waitz in einer alten Handschrift entdeckt. Aufgeschrieben sind sie in Althochdeutscher Sprache. Die beiden Zauberformeln handeln vom Lösen von Fesseln (Der Erste Merseburger Zauberspruch. Hier gibt es aber auch eine andere Deutung eher als Zauber in der Heilkunde) und vom Heilen eines verletzten Pferdefusses (Der Zweite Merseburger Zauberspruch)
Das der zweite Spruch auch einen verrenkten Pferdefuß in Ordnung bringen kann, hilft unglücklicherweise überhaupt nicht, denn bisher hat es niemand geschafft den Zauber wirkungsvoll anzuwenden.
Und versucht wurde es, nicht nur von den oben genannten Mittelalter Bands, auch andere Menschen probierten die Merseburger Zaubersprüche als Sangesverse aus.

Der Zauberspruch alleine reicht nicht

Möglicherweise ist hier die alte Sprache hinderlich, denn bei einigen Worten die in den MErseburger Zaubersprüchen vorkommen sind sich die Gelehrten weder über die Aussprache, noch über die Bedeutung vollständig einig.
Problematisch ist auch, daß es so scheint, als gäbe es Auslassungen und Dopplungen. So wird die korrekte Nutzung eines Zauberspruchs selbstverständlich nahezu unmöglich.

Die Sprüche selber bestehen eigentlich aus jeweils 2 Teilen. Es gibt eine einleitende Erzählung und dann folgt der incantatio, der eigentliche Zauberspruch.
Es ist auch nicht geklärt wann die Zaubersprüche entstanden, aber es wird davon ausgegangen, daß es in etwa zu der Zeit war, wo sie vermutlich aufgeschrieben wurden. Hier geht man heute von frühestens 750 n.Chr. aus.

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