Salzburg - Eine erste Begegnung

Wow. So kurz und knapp könnte ich meine erste Begegnung mit Salzburg zusammenfassen. Das ist aber nicht so recht erhellend für euch, oder? Also fangen wir einfach mal in Hannover an.

In wenigen Minuten breche ich auf, um in Wien am Reisesalon am Reisebloggerslam teilzunehmen. Und während der Vorbereitung dieser Reise habe ich mir überlegt, daß es Zeit wäre, mal eine andere österreichische Stadt außer Wien zu besuchen.

Salzburg war tatsächlich die erste Stadt, die mir hier in den Sinn kam. Und auch dort gibt es ja Hostels. Eine feine Voraussetzung also. Auch wenn es am Ende dann alles ganz anders kam. Aber der Reihe nach.

salzburger altstadt bei nacht vom fluss aus
Salzburg am ersten Abend. Ein bisschen positiver Kitsch kann nie schaden.

Salzburg, die Mozartstadt. Die Festspielstadt. Die Kleinstadt mit einer Altstadt, die zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Auf Postkarten, die nicht das Konterfei des Herrn Mozart ziert, seht ihr eigentlich immer die Festung Hohensalzburg, die majestätisch über der Stadt thront.

Anreise mal mit der Bahn

Für die Anreise hatte ich mich dieses Mal zu einer Bahnreise durchgerungen. Von Hannover aus geht kein direkter Flug nach Salzburg. Ich hätte von Hamburg oder Köln fliegen müssen. Also habe ich widerwillig auf der Seite der Deutschen Bahn nach einer Zugverbindung nach Salzburg geschaut. Und spätestens als ich den Preis sah, war die Fahrt gebucht. Für 19 Euro die Strecke bis nach Salzburg? so billig kann ich nicht fliegen. Und sehr viel mehr Zeit brauche ich auch nicht, weil es ja keinen direkten Flug gibt.

Also saß ich dann irgendwann im Zug. Und war sehr gespannt, was die Bahn an Pünktlichkeit zu leisten im Stande wäre. Soviel vorweg: Wir waren mit 9 Minuten Verspätung in München. Meinen Anschlusszug habe ich ganz bequem erreicht. Ein Kompliment an die Bahn gibts natürlich trotzdem nicht. Auch wenn die Verspätung verglichen mit sonst fast schon ein Witz war.

Das Internet in der Bahn ist ja immer... es gibts halt nicht. Der Zug überschritt die Grenze, und leider wurde es auch dort nicht besser. Dementsprechend war ich ein wenig angenervt. Als ich plötzlich - eher zufällig - den Kopf hob. Und von da an, nicht mehr senken sollte.

Berge sehen

nebel auf dem kapuzinerberg salzburgIch hab schonmal Berge gesehen. Ehrlich! Aber verglichen mit dem Anblick der sich mir hier bot, waren das bescheiden aufgeworfene Hügel. Auf den Fotos kommt das natürlich nicht so zur Geltung. Und bestimmt habt ihr selber die Alpen schon von nahem gesehen. Das mögen hier zwar die Alpen für Anfänger sein. Aber ich fang dann gerne hier an. Und arbeite mich dann langsam weiter in den Süden - zum Beispiel nach Innsbruck - vor.

Ich war also total begeistert und habe verzweifelt versucht, aus dem fahrenden Zug ein schönes Foto zu machen. Das scheiterte an der hohen Geschwindigkeit in Kombination mit der schlecht geputzten Zugscheibe. Und am Lärmschutz für die Anwohner. Denn könnte ich natürlich als so ein Anwohner unglaublich geniessen. Als Fototgraf fand ich diese Lärmschutzwälle, die den Anblick blockierten eher hinderlich.
Aber es gab dann ja noch ausreichend Gelegenheit für schöne Fotos von den Bergen.

In Salzburg nämlich. In Salzburg, daß direkt an diesen Bergen liegt. Direkt genug jedenfalls, um innerhalb von nicht einmal einer Dreiviertelstunde am nahegelegenen Untersberg zu sein. Der ist mit etwa 1800 Metern kein kleiner Hügel, sondern ein ernstzunehmender Berg, den ihr mit der Untersbergbahn auf die unsportliche Art und Weise erklimmen könnt.
Zahlreiche Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, fordern dann die Sportlichen unter euch heraus. Das sind meine Pläne für den nächsten Besuch in Salzburg. Und der wird im Jahr 2017 ganz sicher kommen.

Salzburg hat mich fasziniert

Denn Salzburg hat mich fasziniert.
salzach und die stadt salzburg am abendEine Stadt, die klein genug ist, um noch überschaubar und gemütlich zu sein. Aber auch groß genug, um für Tage was zu bieten. Eine Stadt, deren Altstadt so klassisch wirkt, daß ich fast vorsichtig über die (frisch gepflasterten) Wege gehen wollte. Zahlreiche kleine Gassen geben euch einen kleinen Einblick, wie sich die Städte im Mittelalter vielleicht angefühlt haben.

Die Hauseingänge mit den kleinen Stiegen nach oben, ein paar Geschäften und Handwerk - teilweise seit Jahrhunderten im Familienbesitz - haben es mir besonders angetan. So gerne wäre ich jede Treppe hinaufgelaufen, hätte kurz geklopft, und mich auf einen Kaffee eingeladen.
Und da ich die Salzburger als freundliche Leute kennengelernt habe, hätte ich vermutlich auch ab und an mal eine Einladung bekommen. Vielleicht mache ich das beim nächsten Mal.

Denn ich werde wiederkommen, soviel ist jetzt schon sicher. Ich muss auf den Untersberg, ich habe hier noch nicht ein einziges Museum besucht. Und noch soviele kleine Gassen warten auf einen Spaziergang. Naja, und Hostels habe ich hier auch noch keine probegewohnt.
Denn ich war eingeladen vom Urban Stay Salzburg City. Einem kleinen, feinen Hotel in der Nähe von Schloss Mirabell. (Zugegeben, Salzburg ist nicht so groß, da könnte ich vermutlich immer schreiben in der Nähe des Schlosses.) Die Preise für die Übernachtungen sind angenehm niedrig, der Service ist sehr gut, und für Fragen rund um die Stadt seid ihr an der Rezeption genau richtig.

Fotos

Als ich in Salzburg am Bahnhof ankam konnte ich feststellen, daß der Bereich rund um einen Bahnhof scheinbar in keiner Stadt dieser Welt so richtig schick aussieht. Aber ihr müsst hier nicht so weit gehen, dann seid ihr schon mitten im echten Salzburg.
Und das kann euch eine ganze Menge bieten. Dazu werde ich sicher noch ein paar Artikel schreiben.
Jetzt nehme ich euch erstmal auf eine kleine Fototour mit. Damit ihr euch ein Bild machen könnt. Damit ihr wisst, daß ihr nach Salzburg müsst.

Weitere Informationen rund um Salzburg: http://www.salzburg.info/

3 Kommentare zu Salzburg - Eine erste Begegnung

  1. Und ich habe das Glück, dass ich mitten in dieser wunderbaren Stadt lebe. Best hometown die man sich vorstellen kann. du beschreibst es ohnedies sehr gut. Überschaubar und hat trotzdem unglaublich viel zu bieten. Liebe Grüße, Claudia

    • Hallo, Claudia.
      Und ich bin sicher, dass wir uns dann eines Tages, eventuell am Mozartsteg, auf einen Kaffee treffen. Oder wir bummeln mal vom einen Berg zum Anderen. Wobei mir da einfällt, dass noch der Kapuzinerberg aussteht. Den hab ich in der kurzen Zeit nicht mehr geschafft. 🙂
      Gruß, Max

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