#RBRUHR Reiseblogger im Pott

Das #RBRUHR Reisebloggertreffen (von Janett von Teilzeitreisender.de und Anja von travelontoast.de organisiert) hat mich und meinen Sohn nach Essen gelockt.

Die Sponsoren des Reiseblogger Treffens waren Ruhr Tourismus, Grüne Hauptstadt Essen und das 4-Sterne Atlantic Congress Hotel Essen.
propeller an einer halde im ruhrgebiet

Wieder im Pott

treppen rauf zum gasometer in oberhausenIch war ja letztes Jahr schon mal im "Pott" und hatte einen Blick auf Duisburg und Oberhausen werfen können.
Auch deswegen war ich einen Tag früher angereist, denn jetzt sollte der Sohn zumindest das Gasometer auch mal sehen.

Hat er, und er war beeindruckt! Auch davon, dass wir es tatsächlich über die Außentreppe erobert haben. Mehr als 100 Meter in die Höhe. Dann rauf aufs Dach. Und von dort aus eine fabelhafte Aussicht über das Ruhrgebiet geniessen. Bei strahlendem Sonnenschein.

Denn das Wetter an diesem Wochenende wollte uns verwöhnen. So schien es.

Am nächsten Morgen ging es mit Bus und Bahn Richtung Essen. Das Ruhrgebiet, der Pott, wirkt ja vom Gasometer aus ziemlich "übersichtlich", aber trotzdem scheint man nicht von überall innerhalb kurzer Zeit nach irgendwo anders hinzukommen.
Es war eine längere Fahrt, Morgens nicht ganz so mein Fall, aber sie führte zum Ziel. Nämlich ins Atlantic Congress Hotel, wo so nach und nach alle Reiseblogger eintrafen.

Da kenn ich ja nun schon einige von, und dementsprechend gab's das eine oder andere Wiedersehen. Und ich wollte da ja noch den Sohn vorstellen. Und dann wurde es auch schon ernst, denn auch wenns hier so kuschelig klingt: So ein Reiseblogger Treffen ist durchaus auch Arbeit!

grugapark in essen
Der Grugapark in Essen. Da ging es am Sonntag hin

Vorträge

Der Vortrag von Ruhr Tourismus zeigte einmal mehr, dass sich ein Besuch im Ruhrgebiet immer lohnt. Und das ihr Wochen hier verbringen könnt, ohne auch nur die Hälfte dessen gesehen zu haben, was ihr unbedingt sehen solltet.

War mir bei meinem ersten Besuch im letzten Jahr irgendwie auch so vorgekommen. Nun weiss ich ja, wo ich in nächster Zeit häufiger mal sein werde.

Und vielleicht sogar in Essen, denn Essen ist unglaublich grün. Mehr als 50% der Stadt sind Grünanlagen oder Freiflächen. Allein der Grugapark, der bereits 1929 eröffnet wurde, und heute neben den reinen Grünflächen auch für Sport, zum Grillen und für Konzerte genutzt wird, bietet euch jede Menge zu sehen. Aber eigentlich ist es in der gesamten Stadt grün.

Abschliessend gab es dann von Janett noch einen Vortrag für uns Reiseblogger. Der war zwar für uns, aber nicht für diese Geschichte interessant. 🙂

Damit war dann der vergnügliche Teil beendet. Jetzt ging die Arbeit los.

Essen unter freiem Himmel

dachterrasse auf dem atlantic hotel in essen
Zugegeben: Von unserem leckeren Essen seht ihr hier nicht mehr viel. Aber vom ausblick!
Das Atlantic Congress Hotel in Essen hat mindestens ein Highlight. Und das ist die Dachterrasse mit herrlicher Aussicht über die Stadt. Genau da trafen wir uns jetzt für ein Mittagessen vom Büffet.
Da der Magen knurrte hab ich das mal schnell eröffnet. Bevor sich wieder keiner traut, oder Essen kalt wird. (Den Essen-Flachwitz wollte ich schon viel früher bringen.)

Das ich vom Essen nicht viel erzählen kann, liegt fast ausschließlich daran, dass ich die Hälfte dessen was angeboten wurde, nicht einmal vom Namen kannte. War also ganz sicher etwas sehr Anständiges, und geschmeckt hat es prima.

Von Essen selber kann ich mehr erzählen: Den Grugapark haben wir am Sonntag noch besichtigt. Da wars dann nicht mehr so prall mit dem Wetter. Ehrlich geschrieben war's total nass, und sehr viel gesehen haben wir vom kleinen Gewächshaus mit den Tropenpflanzen, wo wir auf das Ende des Regens gewartet haben. Aber sowas ist ja unglaublich schön für die Kommunikation untereinander.

Am Sonntag sind mein Sohn und ich zu Fuß vom Hotel zum Bahnhof gewandert, und konnten uns so noch ein bisschen mehr von der Stadt anschauen.

Aber mal zurück zum Samstag, und zum Nachmittagsprogramm.

LaPaDu

ventilator im lapadu landschaftspark duisburg nord
Schade, dass die Ventilatoren nicht liefen. Warm genug war es beim #rbruhr Reisebloggertreffen

Nach dem Essen sollst du ruhen, oder 1000 Schritte tun. In meinem Alter setze ich mich dazu gerne mal in einen klimatisierten Bus. Der fuhr uns zu meinem (derzeitigen) Lieblingsort im Pott:

Der LaPaDu, der Landschaftspark Duisburg Nord, mit seinem Hochofen 5, zahlreichen alten Industriegebäuden und ohne Ende Fotomotiven, war die erste Station unserer Tour.

Und für die 1000 Schritte nach dem Essen ist er denkbar gut geeignet. Bis in die 80er Jahre wurde hier noch wirklich schwer gearbeitet. Dann lag das Gelände lange brach und drohte schon abgerissen zu werden. Zum Glück entschloss man sich, es in eine extrem stylishe Industrieruine zu verwandeln.

Um auf den Hochofen 5 zu steigen blieb uns keine Zeit, aber da wir mit Dirk einen erfahrenen und kompetenten Guide dabei hatten, bekamen wir jede Menge Infos, hatten ein gemeinsames Tempo, und einen Plan. (Ich selber gehe ja gerne einfach mal los und entscheide dann unterwegs wo's langgeht. Ist nicht imnmer so geschickt.)

Unser Guide Dirk könnte übrigens auch euer Guide durch die Region sein: http://www.visit.ruhr/ Das war eine absolut fantastische Arbeit.

Auf Halde

halde im ruhrpott mit steinskulptur
Rundherum ist es grün. Nur oben sieht es ein bissl kahl aus!
Wir saßen dann wieder im Bus, es ging zur Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen, die liegt wirklich wunderbar mittendrin. Von dort oben habt ihr einen Rundumblick über den Pott. Genannt wird sie auch Himmelstreppe.
Dank eurem Guide Dirk wisst ihr nach 2-3 Wiederholungen dann auch in welche Richtung ihr schauen müsst wenn ihr einen Blick auf Bochum, Essen, Oberhausen, Duisburg, Herne werfen möchtet. (Ich bin mir jetzt nicht ganz so sicher, ob alle hier genannten Städte von dort oben zu sehen waren. Am besten fahrt ihr selbst mal hin und guckt mal. Ihr merkt, ich hab nicht ganz so gut zugehört.)

Der Weg nach oben führte uns durch ein kleines Stückchen Wald. Oben auf dem Berg ist es dann zwar vorbei mit dem Grün, aber wie beschrieben: Ihr könnt den Ausblick geniessen.

In der gesamten Region gibt es dutzende solcher Halden. Viele davon könnt ihr besteigen, ein paar aber auch nicht. Und irgendwo gibt es sicherlich auch noch eine Halde die immer noch wächst. Aufgefüllt mit dem "Abfall" einer Industrie, die diese Region über Jahrzehnte geprägt hat.

Jahrhunderthalle

fenster der jahrhunderthalle in bochum
Die Fensterfront bei der Jahrhunderthalle in Bochum
Weiter ging es zur Jahrhunderthalle in Bochum. Ein Vergleich mit dem Landschaftspark verbietet sich natürlich schon auf Grund der deutlich bescheideneren Größe.

Aber ich fand das kleine Gelände sehr beeindruckend. Den Wasserturm hatten wir schon von der Halde aus sehen können, und hier an der Jahrhunderthalle war er ein prima Fotomotiv.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich hier das Begrüßungseis. Für den Vater in mir dann das Highlight der Tour: Der Sohn, der schon im Cafe war und mir gleich entgegenrannte als ich hinterherkam: "Papa, es gibt Eis. Komm mit, du kannst dir einfach eins aussuchen." Hab ich gemacht, hab ich genossen, hab ich Danke gesagt?

Jetzt bleibt mir noch zu erwähnen, dass genau nach dem Begrüßungseis der Akku der Kamera leer war. Als besonders lernfähig kann ich mich dann wohl nicht bezeichnen. Exakt dasselbe ist mir bei der letzten Tour ebenfalls passiert. Doofer Akku ist natürlich schuld. 🙂

Schöner Wohnen

lobby atlantic hotel essen
Das ist die Lobby im Atlantic Congress Hotel in Essen
Nochmal zurück zu meinem Sohn: Der hatte ja am Morgen aufgeschnappt, dass der Tag wohl unweigerlich zum Baden führen würde.

Unglaublich, wie er es mit so einem Ziel vor Augen durch den Tag geschafft hat. Da noch ein weiteres Kind mit dabei war, konnten sich die beiden zwischendurch immer mit Spielen beschäftigen. Aber der Sohn hat sich immer wieder auch für die Orte der Tour interessiert. Das lässt Gutes für die Zukunft erahnen. 🙂

Es ging weiter in das wohl beeindruckendste (und in jedem Fall beliebteste Viertel) von Essen. Die Margarethenhöhe. Hier will nahezu jeder wohnen, es gibt aber eine Warteliste. Das Viertel wurde von Margarete Krupp gestiftet, und gilt als erste deutsche Gartenstadt. Der Anspruch war menschenfreundliches Wohnen.

Unser Guide erzählte uns, dass es zwischenzeitlich mal Überlegungen gab die Siedlung abzureissen. Und es wurde auch schon damit begonnen. Wenn ihr eines Tages dort steht, dann werdet ihr sofort wissen, dass es gut ist, das die Siedlung nach wie vor besteht. Und sehr schick saniert ist.

Sea Side Beach

Dann war es endlich soweit: Es ging an den Strand. Der Baldeneysee macht mir etwas Angst. Auch jetzt noch, Tage später. Er war erst 1 Woche vor unserer Ankunft wiedereröffnet worden. Will ich wissen wonach? Ungeklärte Industrieabfälle? Wasser der Ruhr? 🙂

Stolze 46 Jahre lang war der Baldeneysee nicht zum Schwimmen freigegeben. Die Wasserqualität war zu schlecht. Jetzt ist der Ruhrstausee wieder beschwimmbar, und am Strand sah es so aus als hätten jede Menge Leute nur darauf gewartet. Es war voll, aber es war trotzdem ein gelungener Abschluss der Tour. Auch wenn es nur ein kurzer Aufenthalt am See war.

A la Carte

fruehstueck im atlantic congress hotel essen
Okay, das ist das Frühstück, und nicht unser Abendessen. Aber das wurde auf Grund von zu viel Hunger nicht fotografiert.
Was für ein anstrengender Tag hinter uns lag. Aber auch unglaublich spannend, informativ, und verdammt warm. Auf jeden Fall wurde es dann langsam mal Zeit für ein Abendessen.

Und das gab es draussen. Und statt eines Büffets konnten wir uns dieses Mal die Speisekarte vorknöpfen. Die bot jede Menge Spargel. In meinem Fall in Kombination mit einem Wiener Schnitzel. Im Falle meines Sohnes mit Schinken.

Lecker war es, aber zumindest für meinen Sohn war es ein wenig spät. Wenn dein Kind nur knapp 17 Sekunden zum Einschlafen braucht, dann war der Tag seeehr lang. Wenn der erste Satz am Morgen dann aber genau das letzte Gespräch des Vorabends weiterführt (Es ging logischerweise um das Baden im Baldeneysee), dann wars wohl auch sehr beeindruckend.

Regentanz

hundertwasserhaus im grugapark essen
Das Hundertwasserhaus im Essener Grugapark
Für den Sonntag war eigentlich ein Picknick im Grugapark angesetzt. Das dann aber ins Wasser gefallen ist. Denn es hat wie aus Eimern geschüttet als wir uns morgens aus den Federn erhoben. Zum Glück wurde aus dem Wolkenbruch noch ein Regen, und dann ein leichtes Nieseln.

So konnten wir uns zumindest noch aufmachen, und den Grugapark erkunden. Hat bis ins Gewächshaus gereicht. Wo wir wieder auf das Ende des Regens warten mussten. Das klingt wesentlich schlimmer als es war. Wir konnten so noch ein paar Fotos machen, etwas klönen, ausruhen, und uns langsam auf den Abschied vorbereiten.

Der Abschied kam dann auch nch der Rückkehr ins Hotel recht bald. Aber es ist ja kein Abschied für immer. Wir Reiseblogger begegnen uns immer wieder irgendwo. Auf einem Reisebloggertreffen, einer Reisemesse oder manchmal auch unterwegs in der Welt. Jetzt haben wir uns in Essen getroffen. Und es war prima.

Da kommen wir doch gerne wieder. Mein Sohn und ich. Das nächste Treffen wird nämlich in Hannover stattfinden. Das ist ja nicht so weit. Nur raus aus der Haustür. 🙂

Videos

Jeztzt gibts noch was auf die Augen. Videos nämlich.

Ein kurzes "romantisches" LaPaDu Video vom letzten Jahr:

Und hier war Hostelmax das erste Mal im Landschaftspark Duisburg Nord. Und er war beeindruckt... 🙂

Danke

Der Pott hat wirklich und wahrhaftig Charme. Jede Menge davon. Ich gehöre zwar nicht zu denjenigen, die dachten er wäre nicht grün, aber trotzdem war ich über die Menge an Grünflächen und Plätzen zur Erholung doch erstaunt.

Der Ruhrpott bietet noch so unendlich viele Ecken, die es für mich zu entdecken gilt. Und ich bin sicher, dass ich noch sehr häufig zurückkehren werde.

Das #RBRUHR Reisebloggertreffen war ein klasse Event! Das Programm war toll, lehrreich, abwechslungsreich und zumindest am Samstag hat auch das Wetter Spaß gemacht.

Das bißchen Regen am Sonntag hat zwar das geplante Picknick verhindert, aber nicht, dass wir noch Zeit hatten zu netzwerken, zu reden, den Grugapark zu entdecken (zumindest teilweise) und einen schönen Abschluss zu finden.

Danke euch!

Die Anderen über das #RBRUHR Reiseblogger Treffen:

Maike von Flowers & Candies: http://flowers-and-candies.de/home/das-ruhrgebiet-mein-trip-in-die-gruene-hauptstadt-essen/
Danny & Tanja von 1001Reisedetails: http://1001reisedetails.de/atlantic-congress-hotel-essen/
Alexandra von Levartworld hat ein Video online: https://www.youtube.com/watch?v=pXpvOppzZLc
Michael von Eichental: https://eichental.wordpress.com/2017/05/30/urlaub-im-ruhrgebiet-reisebloggertreffen-rbruhr/
Karoline und Eva von Waalheimat: http://waalheimat.de/industriekultur-mit-sommerflair-64-highlights-im-ruhrgebiet/
Gina und Marcus von 2onthego: http://www.2onthego.de/gruene-hauptstadt-essen-parks-und-industriekultur/

1 Kommentar zu #RBRUHR Reiseblogger im Pott

  1. Toller Bericht. Du hast den Tag super eingefangen. Das Bild von der Jahrhunderhallen-Fassade ist toll. Hatte mich schon vor Ort gefragt, wie es wohl wird. Toll, dass du es hier veröffentlicht hast.
    Liebe Grüße Jutta

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